Zum Jahresausklang wieder zuhause
HSG Gedern/Nidda fiebert Spitzenspiel heute gegen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in eigener Halle entgegen
Nidda/(ebi). Trainer Christian Breiler weist die Favoritenrolle von sich, doch wenn Frauen-Oberligist HSG Gedern/Nidda heute (17.30 Uhr, Gymnasium-Sporthalle Nidda) die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen empfängt, dann steht das nächste Spitzenspiel in Hessens höchster Handballklasse an.
„Ein absoluter Anwärter auf den Titel, diese Mannschaft hat sich seit ihrem Aufstieg Jahr für Jahr kontinuierlich gesteigert und war letztes Jahr Vizemeister und Teilnehmer an den Aufstiegsspielen“, verteilt Breiler Komplimente an den Gegner. Die Wetzlarer kommen mit einer sehr eingespielten und jungen, dynamischen Truppe in die Wetterau. Die individuellen Fähigkeiten der Gäste, eine spielstarke Schmidt auf der Mittelposition, mit dem starken Neuzugang Sandra Oestreich und Johanna Müller zwei wurfstarke Rückraumspielerinnen, um nur einige zu nennen, bilden eine gute Mischung.
Insofern ist Breiler auch davon überzeugt, dass „bei denen, trotz der sechs Minuspunkte, noch nichts passiert ist. Die Niederlagen waren in Böddiger, Altenhaßlau und Siedelsbrunn und dort kannst du überall verlieren. Viel beachtlicher sind ihre Heimauftritte bisher gewesen. Einzig Dutenhofen hat, neben Siedelsbrunn, Bruchköbel deutlich in die Schranken verwiesen.“ Insgesamt erwartet Breiler ein ausgeglichenes Spiel und denkt, „der Druck dürfte bei den Gästen etwas höher sein. Wenn die bei uns verlieren, dann sind sie erst einmal weit hinten dran und es wird schwer, das wird denen schon sehr bewusst sein. Wir haben immer noch das Ziel 22 Punkte zu holen und da sind wir sehr dicht dran.“
Zur Motivation seiner Mannschaft reflektiert der Trainer das gesamte Jahr 2011: „Ich habe gesagt, wir müssen uns mal vor Augen halten, welch sensationelles Jahr wir bisher hatten. Außer in Bruchköbel haben wir kein Pflichtspiel verloren, wenn wir gegen Dutenhofen gewinnen, sind wir ein Jahr lang zu Hause ungeschlagen. Hinzu kommt: Vor zwei Jahren sind die Mädels in Dutenhofen abgestiegen und heute spielen wir als Erster gegen den Vierten, wenn das nicht genug Motivation ist.“
Verstecken muss sich die HSG Gedern/Nidda keinesfalls. Breilers Augenmerk: „Wenn sie ihre gewohnte 3:2:1-Deckung spielen, müssen wir recht beweglich sein und den Ball im Spiel halten. Andererseits, auch Eddersheim hat letzte Woche gegen uns umgestellt, wir werden uns daher auf beides vorbereiten.“
Einige Spielerinnen sind angeschlagen: Steffi Thiele ist noch immer nicht ganz fit, ebenso Anika Egerer. Claudia Pfaff konnte erst am Ende der Woche mit einem gestauchten Fuß wieder ins Training einsteigen und Silke Kohler hat Probleme mit dem Knie. „Alles in allem wollen wir jetzt noch einmal richtig Gas geben und das Ding gewinnen, danach ist erst einmal Pause und die tut uns, glaube ich, ganz gut“, hofft Breiler auf den nächsten Coup und den weiterhin damit verbundenen Platz an der Sonne der Oberliga.
Quelle: Kreis Anzeiger (10.12.2011)
Zuletzt geändert am: 12.12.2011 um 23:53







