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Zarte Ansätze selbst zunichte gemacht

HSG Gedern/Nidda II verliert vorgezogenes Kellerduell - Jackel reaktiviert

(ebi). Auch im siebten Versuch will der Knoten bei den Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda II nicht platzen. Im vorgezogenen Spiel gegen die ebenfalls im Tabellenkeller stehende SG Langgöns/Dornholzhausen setzte es eine 13:18 (7:10) Niederlage.
Damit sitzen die Schützlinge von Tobias Lambmann erst einmal fest am Ende der Bezirksoberligatabelle. Während die Gäste langsam den Anschluss ans Mittelfeld herstellen, konnte selbst die Reaktivierung von Meike Jackel keine Verbesserung der tabellarischen Situation der HSG herbeiführen. Trainer Lambmann: "Hier war mehr drin, als dieses Ergebnis es ausdrückt." Er machte es an den bekannten Problemen fest, dass es erneut nicht zum Sieg reichte: Im Angriff zu druck- und ideenlos und in der Verwertung der guten Chancen zu nachlässig. Ganze fünf Strafwürfe und zudem beste Einwurfmöglichkeiten im Konter ließen die Wetterauerinnen aus.

Dabei begann alles recht gut: Langes abwartendes, zögerliches Spiel von beiden Seiten bedingte bis zum 1:1 (10.) extreme Torarmut. Keines der beiden Teams wollte Fehler machen und besonders die Deckungsreihe der HSG arbeitete konzentriert und störte die Kreise der Gegner früh. Doch Langgöns kam nun etwas besser ins Spiel, zog die Deckung auseinander und setzte mit der achtfachen Torschützin Julia Faber in die entstehenden Lücken zum 1:4 (14.). Dieser Rückstand blieb dann auch bis zur 30. Minute in etwa gleich, ehe Gedern/Nidda auf 7:9 (30.) verkürzen konnte und in Ballbesitz war. Doch anstatt den Anschluss zu markieren ging der Ball verloren und der Gegenstoß war durch Mehring nur regelwidrig zu stoppen. Disqualifikation HSG, Strafwurf und Tor SG Langgöns und ein 7:10-Rückstand zur Pause.

Auch in Halbzeit zwei kaum eine Veränderung, die Gäste waren nun im Spiel und bauten ihre Führung auf 15:9 (47.) aus. Lambmann beorderte Helena Appel auf die Spitze der Deckung, mit Erfolg. Der Angriff der Gäste kam ins Stottern und die Wetterauerinnen erkämpften einige Bälle. Doch die nützlichen Früchte dieser Arbeit in Form von Toren wurden nicht geerntet "Wir haben die erste und zweite Welle zu unkonzentriert und inkonsequent gespielt, viele Bälle ins Leere geworfen oder die Überzahl nicht ausspielen können", ärgerte sich Lambmann, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft kämpfte, aber nicht entscheidend verkürzen konnte. Beim Stand von 12:16 (54.) kam der endgültige K.o. für die HSG. Erneut ein verworfener Strafwurf und eine unachtsame Aktion in der Deckung verhinderten die Aufholjagd und die Gäste feierten ihren zweiten Saisonsieg in Folge.

Gedern/Nidda II: Schrempf; Link (2), Benz, Mehring, N. Appel (1), H. Appel (5), Stauch (1), Jackel (2), Grauling, Schnarr (2), Gouissouma.

Langgöns/Dornholzhausen: Münch, Hellwig, Müller; Cusenza, Faber (8), A.Bader, Küster (1), Schneider (4), I. Henrich, A. Henrich, Tolkmitt, B. Bader, Carfi (5).

Zeitstrafen: 2:4 Minuten. Rot: Mehring (Gedern/Nidda; 30./Foulspiel). Siebenmeter: 9:4/2:1.

Schiedsrichter: Müller (Münzenberg/Gambach); Zuschauer: 20.

Quelle: Kreis-Anzeiger (07.11.09)

Zuletzt geändert am: 07.11.2009 um 14:43

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