Vorerst letztes Heimspiel
HSG Gedern/Nidda: Tabellenletzten nicht unterschätzen
(ebi). Vor der nächsten Heimbegegnung der HSG Gedern/Nidda in der Handball-Oberliga am heutigen Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle Gymnasium Nidda) sind die Rollen klar verteilt. „Rein vom Papier her ist das wohl für alle eine klare Angelegenheit, wenn der punktlose Letzte beim verlustpunktfreien Ersten antreten muss“, umschreibt Christian Breiler die Ausgangslage vorm Spiel gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden.
Doch von derartigen Phrasen und Leichtigkeitsbekundungen will der Coach nichts wissen. „Auch wenn es in Punkten und Ergebnissen nicht ablesbar scheint, die Gäste sind im Aufwärtstrend befindlich, haben mit Bettina Koszella und Bina Voss für den Rückraum und das Tor zwei starke Ehemalige reaktiviert“, erwartet Breiler einen heißen und intensiven Kampf gegen das Team aus dem Darmstädter Ried.
In den vergangenen Jahren zählten die Gäste immer zu den festen Größen der Liga. Ein personeller Umbruch in dieser Saison jedoch fordert derzeit seinen Tribut. Nach dem Weggang/Karriereende der einstigen Leistungsträgerinnen entschlossen sich die Verantwortlichen, mit einer ganz jungen Mannschaft, ergänzt um einige Seniorenspielerinnen, die im Wechsel Jugendoberliga und Damenoberliga an den Start geht, das Wagnis in der Oberliga einzugehen. Doch bis dato fehlen die nötigen Punkte. Bereits vergangene Woche, im Kellerduell bei der HSG Bensheim/Auerbach II, unterlag der heutige Gast nach engem Spiel nur knapp mit 29:30. Aber nicht nur deswegen wird die Partie für die HSG Gedern/Nidda keine „Pflichtaufgabe, die man im Vorbeigehen“ erledigt. Eine sehr junge Mannschaft mit einer sehr guten Spielanlage hat das Videostudium ergeben. „Ich habe mir zwei Videos besorgt, um mir ein Bild zu machen. Die Mädels sind schon recht gut, doch fehlt ihnen bisweilen die Übersicht und Erfahrung“, hat sich der HSG-Trainer auch auf dieses Spiel wieder akribisch und intensiv vorbereitet. Insofern wird es für sein Team darauf ankommen, von Beginn an mit vollem Engagement zu Werke zu gehen. Wenn es der HSG dabei gelingt, den Gast in dessen Positionsangriff zu kontrollieren, dann könnten die zuletzt starken und gefährlichen Konter wieder zu einem weiteren Sieg beitragen.
„Natürlich wollen wir das Spiel unbedingt gewinnen und es ist hinsichtlich der drei kommenden schweren Auswärtsaufgaben auch immens wichtig, allerdings erwarte ich eine sehr kampfbetonte Partie“, blickt der Sportwissenschaftler bereits in die nahe Zukunft. „Wir spielen dann gegen die ersten Sechs der Tabelle, haben direkt drei schwere Auswärtsaufgaben, insofern wollen wir dafür eine gute Ausgangslage erarbeiten. Spätestens nach den drei Auswärtspartien werden wir dann wissen, wohin die Reise geht“, sagt Breiler.
Egerer wird geschont
Personell können die Wetterauerinnen fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Anika Egerer wird geschont werden. „Sie hat eine Reizung an der Sehne in der Schulter. Zwar ginge es unter Schmerzen, aber ich denke, wir brauchen ihre Dienste viel mehr in den kommenden Spielen. Im Moment trainiert sie recht dosiert und nach dem Heimspiel haben wir eine Woche Pause, so dass wir dann sicher wieder auf sie zurückgreifen können.“ Nach den zuletzt gezeigten Leistungen braucht es der HSG sicher nicht bange zu sein.
Quelle: Kreis Anzeiger
Zuletzt geändert am: 29.10.2011 um 08:52







