HSG Gedern/Nidda lässt Waldau nicht zur Entfaltung kommen - Sonderlob für Eberhardt
(ebi). Die HSG Gedern/Nidda hat den Weg zurück in die Erfolgsspur scheinbar gefunden: Nach der Niederlagenserie zum Ende des Jahres 2009 schafften die Wetterauerinnen mit dem 37:26 (21:10) gegen den TuSpo Waldau einen erfolgreichen Start in die Rückrunde der Handball-Oberliga.
Dabei schien es, als habe es Rainer Pfaff geschafft, einfach einen Schalter bei seinen Spielerinnen umzulegen, so wenig erinnerte beim ersten Auftritt seiner Truppe in 2010 an die Spiele zum Jahresende.
HSG Gedern/Nidda -
TuSpo Waldau 37:26
"Ich habe gesagt, dass alle in der Silvesternacht das vergangene Jahr vergessen sollen", so Pfaff zu seinem Geheimrezept. Dabei verdienten sich besonders Dajana Uebel auf der linken Außenbahn und Nadin Patz in der Deckung ein Sonderlob aus einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung heraus.
Die entscheidende Verantwortung allerdings übernahm Katja Eberhardt. Die Allrounderin zeichnete maßgeblich verantwortlich dafür, dass die gesamte Mannschaft über die komplette Spieldauer nie nachließ und somit kein Zweifel am Sieg aufkommen konnte. "Katja hat das ganze Team angetrieben, das war schon absolut top. Ihre Leistung und Einstellung war vorbildlich und hat besonders in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit, als wir einen kleinen Hänger hatten, dazu geführt, dass wir nicht den Faden verloren haben", war Pfaff voll des Lobes für die erfahrene Rückraumspielerin. Waldau ging mit der gleichen taktischen Marschroute ins Spiel, die auch schon in der Hinrunde den entscheidenden Unterschied und Erfolg ausgemacht hatte. Doch die Vorbereitung auf die offene und aggressive 3:2:1-Deckung der Kasseler zahlte sich aus und die Wetterauerinnen schafften es ein ums andere Mal mit viel Bewegung ohne Ball den entscheidenden Vorteil herauszuarbeiten. Das 3:3 (5.) war auch der letzte Gleichstand und von da an erhöhte die HSG mit viel Tempo und Leidenschaft den Spielstand. Auch gestützt auf eine deutlich verbesserte Torhüterleistung hinter der konsequenten 6:0-Abwehr sah sich der Gast beim 5:10 (12.) gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Doch diese verfehlte ihre Wirkung vollends und die Eberhardt, Schleiter und Co. hielten weiter konstant das Tempo hoch und spielten konzentriert ihr Schema herunter. So war der 21:10-Halbzeitstand eigentlich schon die Vorentscheidung, doch Pfaff warnte vor zu leichtsinnigen Aktionen. Doch so recht schien niemand an die Gefahr zu glauben und so holperte die HSG zum Start in die zweite Hälfte gewaltig. Doch genau in dieser Phase war es Katja Eberhardt, die ihre Farben lautstark antrieb und vorneweg marschierte. Angeführt durch die Allrounderin überstanden die Wetteraurinnen die Schwächephase und lagen in der 40 ten Minute wieder deutlich mit 13 Treffern in Front. "Ich hatte zu keiner Zeit der zweiten Halbzeit irgendwelche Zweifel am Sieg meiner Mannschaft. Ab der 50. Minute habe ich auch noch etwas durchgewechselt", erklärte Pfaff sein Vorgehen. Schnarr für Patz im Angriff und auch Berit Thun erhielten noch zehn Minuten Spielanteile und konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Zufrieden war Pfaff und hoffte insgeheim sicher darauf, dass seine Spielerinnen den Schwung dieser Begegnung über den Rest der Rückrunde retten können.
HSG Gedern/Nidda: Thun, Kuncz; Patz (9/1), Uebel (6), Hess (9/1), Helmke, Eisenacher (2), Feth (1) , Appel, Thun (1), Schleiter (1), Eberhardt (7), Schnarr (1).





