Startseite

Nach Saisonschluss beginnt das große Zittern

HSG Gedern/Nidda rutscht am letzten Spieltag noch auf viertletzten Platz - Klassenerhalt hängt von Zahl der Absteiger aus der Regionalliga ab

(ebi/mh). Nach dem 32:26 (15:14)-Sieg der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen über die HSG Gedern/Nidda müssen die die Gäste nun zittern. Am letzten Spieltag rutschte die HSG Gedern/Nidda noch auf den viertletzten Platz ab, somit hängt der Klassenerhalt von der Abschlusstabelle der Regionalliga Südwest ab.
Die Wetterauerinnen haben im Vergleich der drei punktgleichen Teams aus Hüttenberg, Worfelden und Gedern/Nidda den schlechteren direkten Vergleich und könnten somit bei zwei oder vier Absteigern aus der Regionalliga in die Oberliga Hessen als vierter Absteiger den bitteren Weg in die Landesliga antreten.

Die HSG Gedern/Nidda begann mit einer Einzelbewachung für Caro Kraft und diese Maßnahme schien beim 4:1 (8.) zu fruchten. Doch in der Folge kamen Dutenhofen/Münchholzhausen besser ins Spiel und schafften das 8:8 (16.). Auch Klaus Schmidt, Trainer der Gastgeberinnen war erleichtert, dass seine Mannschaft den Ausgleich erzielen konnte "Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird und Gedern hat von Beginn an alles gegeben und dagegen gehalten." Nachdem Dutenhofen/Münchholzhausen die Anfangsprobleme mit der Einzelbewachung gegen Caro Kraft gelöst hatte, lief das Spiel der Grün-Weißen deutlich flüssiger. Gedern/Niddas Trainer Rainer Pfaff hielt fest: "Wir hatten zu viele technische Fehler und Ballverluste vor der Abwehr." Dadurch begünstigt, legten die Gastgeberinnen das 13:10 (23.) vor.
Doch der Kampfgeist auf Gästeseite schien nicht erloschen und mit viel Engagement und Leidenschaft schaffte das Pfaff-Team den 14:14-Ausgleich (30.). Noch knapp eine halbe Minute war zu spielen und die Gäste wohl in Gedanken schon in der Kabine, da setzte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nach und konnte eine 15:14-Führung in die Pause retten.
Nach dem Seitenwechsel spurteten die Einheimischen förmlich zum 17:15 (33.). Die HSG Gedern/Nidda hatte nun spielerisch immer weniger entgegenzusetzen und auch die Kräfte schienen zu schwinden, denn bereits fünf Minuten später hatten die Gastgeberinnen auf 22:18 (38.) erhöht. Dutenhofen hingegen nutzte die Lücken, welche sich durch die Sonderbewachung gegen Caro Kraft ergaben, immer wieder mit starken 1:1- Aktionen, die entweder direkt zum Tor oder zum Strafwurf führten. "Da sind wir dann nie mehr so richtig rangekommen. Die guten Aktionen von Außen aus der ersten Halbzeit schlugen nun fehl und selbst Abpraller konnten wir nicht verwerten", sah Rainer Pfaff sein Team auf die Verliererstraße einbiegen. "Es hat einfach nicht gereicht, Dutenhofen war spielerisch stärker und gegen Ende haben wir noch einmal mehr Fehler gemacht, diese haben die Gastgeberinnen einfach gut genutzt. Beinahe konnte man glauben, meine Mannschaft hatte nicht mehr den Glauben an einen Sieg. Jetzt müssen wir eben zittern, abwarten wie viele Mannschaften aus der Regionalliga absteigen und hoffen, dass es trotzdem gereicht hat", gilt es für die Wetterauerinnen nun abzuwarten wie sich die Abschlusstabelle der Regionalliga gestaltet.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Mühlhans, Weller; Blasig, Schmidt, Hahn (2), Carotenuto (1), Nowak (1), Schäfer (4), Kraft (5), Müller (15/10), Wagner (2), Benda, Wagner (2).

HSG Gedern/Nidda: Thun, Kuncz; Patz (7/2), Schnarr, Eberhard (2), Thun, Hess (6/3), Röder (3), Helmke, Eisenacher (2), Feth (4), Appel (2), Michalke, Schleiter.

Schiedsrichter: Harms/Brähler (FT Fulda). - Zuschauer: 120. - Zeitstrafen: 8:10 Minuten (Gedern/Nidda: Patz, Hess, Eberhardt, Appel, Eisenacher). - Siebenmeter: 11/10:5/5.

Quelle: Kreis-Anzeiger (19.04.2010)

Zuletzt geändert am: 19.04.2010 um 12:28

Zurück