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1. Frauen | Keinen Vorteil aus Gäste-Ungeschick gezogen - KA vom 01.01.2010

Datum: 01.02.2010 | Autor: Claudia Pfaff

01.02.2010 02:30 Uhr - NIDDA

Böddiger verliert beste Spielerin per Platzverweis - Gedern/Nidda zu inkonstant

Andreas Klotz. Trainer Rainer Pfaff hatte es vorausgesagt und so schien er auch nach der Partie wenig überrascht vom Ausgang der Oberligabegegnung seiner HSG Gedern/Nidda gegen den TSV Eintracht Böddiger in der Handball- Oberliga gestern Abend. Enttäuscht indes war der HSG-Trainer über die bittere wie unnötige 22:23 (11:11)- Niederlage gegen den Tabellennachbarn allemal.

Dabei hatten sich die Wetterauerinnen so viel vorgenommen, wollten mit einem weiteren Sieg, trotz personeller Engpässe den

HSG Gedern/Nidda -

TSV Eintracht Böddiger 22:23

eigenen Tabellenplatz festigen. Entsprechend engagiert begann das Team. Nach anfänglicher Nervosität und gegenseitigem Abtasten kam die HSG besser in die Partie und setze sich auf 7:4 (16.) ab. Die Gäste wirkten harmlos im Angriff und so behäbig, wie sie Rainer Pfaff in der Vorwoche in seiner Spielbeobachtung erlebt hatte. Doch anstatt den Gegner unter Druck zu setzen, kam nun ein Bruch ins Spiel der Wetterauerinnen. Während auf Seiten der Pfaff-Sieben die Anzahl der Fehler deutlich stieg, viele unvorbereitete und harmlose Abschlüsse gesucht wurden, kämpften sich die Gäste zurück. Angeführt durch die technisch stärkste Gästeakteurin, Christin Schene, eroberte Böddiger sogar die Führung. Als Schene mit einem Hattrick und drei hervorragenden Einzelaktionen ihr Team mit 10:8 (25.) in Front warf, nahm Pfaff eine Auszeit. Er schien den richtigen Ton gefunden zu haben, die HSG glich bis zur Pause zum 11:11 aus. In der Situation, die zum Ausgleich führte, sorgten die Schiedsrichter für Unmut bei Böddiger, denn sie disqualifizierten Christin Schene nach ihrer dritten Zeitstrafe. Dies schien ein deutlicher Vorteil für die HSG zu sein.

Entsprechend motiviert starteten die Wetterauerinnen in die zweite Hälfte und gingen per Gegenstoß durch Katho Appel mit 12:11 (31.) in Führung. Was die technischen Fehler anging, übertrafen sich beide Team nun gegenseitig. Doch Gedern/Nidda kämpfte sich frei und ging durch einen Strafwurf von Gloria Hess mit 15:13 (43.) in Führung. Doch wieder fiel die Leistung der gastgebenden Handballerinnen ab und Eintracht Böddiger glich binnen kurzer Zeit zum 16:16 (45.) aus. Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Waren es zunächst die Gastgeberinnen die den Ton angaben, kippte das Spiel beim 18:19 (51.) durch Theresa Volk. Von nun an lagen die Nordhessinnen vorne und bauten die Führung beim 21:19 (53.) sogar auf zwei Tore Differenz aus. Doch die HSG gab sich noch nicht geschlagen. Zweimal war es Nadin Patz aus der zweiten Welle, die Verantwortung übernahm und die Partie beim 21:21 (54.) und 22:22 eine Minute und 45 Sekunden vor dem Ende offen hielt. Böddiger nahm eine Auszeit und spielte nun die verbleibenden Sekunden geschickt herunter. Die Jugendliche Katrin Benda war es dann von der Mittelposition, die acht Sekunden vor dem Ende für ihre Farben alles klar machte. Der abschließende direkte Freiwurf brachte für die HSG nichts mehr ein. "Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben das Spiel heute im Angriff verloren und das völlig unnötig", sagte Pfaff nach dem Spiel. "Wenn Lari (Torhüterin Larissa Kuncz) nicht so stark gehalten hätte und wir dadurch im Spiel geblieben sind, dann wäre das auch nicht deutlich geworden" so der HSG-Trainer, der besonders darüber sauer war, dass "wir nicht mehr aus der roten Karte gegen Schene gemacht haben."

Im StenogrammHSG Gedern/Nidda: Thun, Kuncz; Patz (5), Hess (6/6), Helmke, Eisenacher, Feth (4), Appel (3), Thun, Schleiter (2), Eberhardt (2), Schnarr, Michalke.

TSV Eintracht Böddiger: Frommann, Bode; Pioro (3/3), Volk, A. Hildebrand (2), Benda (1) Völske (4), Höhmann (1), Puntschuh (4), L. Hildebrandt (1), Schene (5), Hasper, Petersen (2), Grube.

Schiedsrichter: Kopf/von Berg (Griedel/ Butzbach).

Zuschauer: 120. - Zeitstrafen: 8:10 Minuten (HSG: Patz, Eisenacher, Schleiter, Eberhardt - TSV: Schene/3, Pioro, Völske) - Rote Karte: Schene (Böddiger/30./3. Zeitstrafe) - Siebenmeter: 7/6 - 5/3.

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