2. Frauen | Kein Bäumchen mehr ausgerissen
Datum: 30.04.2009 | Autor: Tobias LambmannLustlos wirkendes HSG-Frauenteam ermöglicht Gegner Oppershofen den Klassenerhalt - Katja Mänche hört auf
ROCKENBERG (ebi). Auch im letzten Spiel der Saison konnten die HSG Gedern/Nidda II ihre Talfahrt nicht stoppen. Beim stark abstiegsgefährdeten WSV Oppershofen unterlag die Lambmann-Sieben mit 18:25 (13:15) und beendete damit die Saison mit einer 2:18-Negativserie. Nur dank der guten Vorrunde schaffen die Wetterauerinnen mit knappen drei Punkten Vorsprung den Klassenerhalt als Achter der Abschlusstabelle.
"Es war wie sooft zuletzt: Wir sind sehr schwach gestartet und haben nicht ins Spiel gefunden", so der frustrierte Lambmann. So lag seine Mannschaft bereits mit 0:5 (6.) hinten. Jede Menge technischer Fehler und Unzulänglichkeiten in der Deckung zeichneten das Bild auf HSG-Seite. Aber auch der Anschluss zum 4:7 (10.) brachte wenig Selbstbewusstsein. "Wir haben uns durch einfachste Kreuzungen auseinanderreißen lassen und waren insgesamt viel zu passiv", hatte der HSG-Coach die Gründe für die schwache Leistung parat. Beim 8:9 (21.) waren die Mänche, Appel und Co. noch einmal dran, aber es blieb bei zu vielen Einzelaktionen.
Auch nach dem Wechsel das gleiche Bild. Oppershofen mit viel Schwung und Selbstbewusstsein und die HSG mit Fehlern, Einzelaktionen und passivem Deckungsspiel. Das Resultat war dann ein anwachsender Vorsprung der Gastgeberinnen. "Wir haben beim 15:23 nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit erst das zweite Tor erzielt, das ist einfach zu wenig", meinte Lambmann. In der Folge plätscherte die Partie dann vor sich hin und beide Teams schienen sich mit dem Ergebnis abzufinden. Während die Oppershofenerinnen mit diesem Sieg den Klassenerhalt verbuchen konnten, deutete die Körpersprache der Gäste auf Lustlosigkeit hin. Lambmann: "Wir hatten keinen Druck und konnten befreit aufspielen. Das die Spielerinnen der zweiten Reihe ihre Chance nicht erkannt oder angenommen haben, macht mich schon etwas traurig."
Für den jungen Coach und sein Team kommt die Pause nun genau richtig, um die zuletzt schwachen Leistungen zu verarbeiten und dann mit einem Neustart in die Vorbereitung zu beginnen. "Mal sehen, wir werden hart arbeiten müssen. Bbisher haben wir keine Zugänge, die Verteilung der A-Jugend ist noch nicht klar und Katja Mänche hört auf, das wird sicher sehr schwer nächste Saison mit dem Klassenerhalt", so das Rundenfazit von Lambmann.
HSG Gedern/Nidda II: Stroh, Schrempf; Tennent, Fleischer (2) Benz (4), Appel K. (1), Stauch (3), Eisenacher (4), Mänche (4), Grauling.
Zeitstrafen: 4:10 Min. - Siebenmeter6:6/4:0. - Schiedsrichter: Laudt (Kleenheim). - Zuschauer: 40.
Quelle: Kreis-Anzeiger (27.04.09)





