1. Frauen | Im Pokal wieder gewonnen, doch Trainer Rainer Pfaff geht
Datum: 03.05.2010 | Autor: Tobias LambmannHSG Gedern/Nidda zieht in 1. DHB-Runde ein - Coach und Club beenden Zusammenarbeit
FLÖRSHEIM/NIDDA (ebi). Die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda haben das Endturnier des Hessenpokals für den Bereich Mitte gewonnen und nehmen in der kommenden Runde an der 1. DHB-Pokalhauptrunde der Frauen teil. In der Stauffenberg-Halle in Flörsheim setzten sich die Wetterauerinnen in einem Dreierturnier gegen die Konkurrenten vom VFL Goldstein (BOL Frankfurt) und vom TV Flörsheim (Oberliga) durch und dürfen somit im Herbst auf einen attraktiven Gegner aus der Frauenbundesliga hoffen.
Nach der immer noch unklaren Lage in der Meisterschaft, was den Klassenerhalt angeht, feiern die Wetterauerinnen damit zumindest einen versöhnlichen Rundenabschluss mit der Teilnahme am kommenden DHB-Pokal. Nicht mehr an Bord sein wird dann Rainer Pfaff. Der Architekt wird nach drei Jahren aus dem Amt als Cheftrainer ausscheiden.
HSG Gedern/Nidda - VFL Goldstein 31:17 (17:9): In der ersten der beiden Begegnungen, die über eine Distanz von zweimal 20 Minuten gingen, gegen den zwei Klassen tiefer angesiedelten VfL Goldstein wurden die Schleiter, Patz und Co. von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht und dominierten den Bezirksoberligist fast nach Belieben. Rainer Pfaff konnte sich demzufolge leisten, allen gleichermaßen Spielanteile zukommen zu lassen. Schon zur Pause hatten die Wetterauerinnen einen deutlichen 17:9-Vorsprung herausgeworfen. "Wir haben schnell begonnen durchzuwechseln, dies ging leider etwas zu Ungunsten der Deckungsarbeit. Trotzdem gab es nie wirklich einen Zweifel am Sieg in dieser Begegnung." So stand am Ende der 40 Minuten ein deutlicher 31:17 (17:9)-Erfolg zu Buche.
TV Flörsheim - HSG Gedern/Nidda 12:15 (6:6): Gegen den Ligakonkurrenten und Gastgeber verliefen die ersten 20 Minuten ausgeglichen und so wurden beim 6:6 die Seiten gewechselt. Beide Mannschaften schienen die jeweiligen Aktionen des Gegners gut zu wissen und die etlichen Duelle der vergangenen Jahre versprachen zudem ein spannendes und enges Spiel. Erst nach der Pause schaffte es die HSG, sich etwas abzusetzen und einen 11:7 (28.)-Vorsprung herauszuwerfen. "Unser Vorteil war sicher, dass wir ein Spiel Pause gegenüber den Flörsheimern hatten", wusste Pfaff den entscheidenden Vorteil in der Frische seines Teams. Dieses setzte sich bis drei Minuten vor dem Ende sogar auf 14:9 ab und schien schon im Siegestaumel zu sein. "Wir haben dann die Zügel etwas schleifen lassen, deswegen wurde es dann doch knapper als nötig." Für Rainer Pfaff war es nicht nur ein runder und erfolgreicher Abschluss der Saison, sondern auch sein letztes Spiel als verantwortlicher Trainer der HSG Gedern/Nidda. Unabhängig von der Klassenzugehörigkeit in der kommenden Spielzeit haben sich Pfaff und die Verantwortlichen geeinigt, die Zusammenarbeit zu beenden (ausführlicher Bericht folgt).
HSG Gedern Nidda: Thun, Kuncz; Patz (15/1), Schnarr (2), Röder (2), Schleiter (2), Appel (3), Hess (10/8), Eberhardt (4), Feth (3), Eisenacher (4), Thun, Helmke.
Zeitstrafen: Patz zwei, Feth zwei, Röder, Hess.
Quelle: Kreis-Anzeiger (03.05.2010)





