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HSG Gedern/Nidda steckt alle Nachteile weg

Zur Behauptung der Tabellenführung reicht auch einmal durchwachsene Leistung

Hattersheim (ebi). Die HSG Gedern/Nidda ist in der Handball-Oberliga nicht zu stoppen. Ob schlechte personelle Ausgangslage, widrige Trainingsbedingungen unter der Woche oder aber der ständig unterbrochene Spielrhythmus die Wetterauerinnen trotzen derzeit allen Unwägbarkeiten und gewinnen auch das schwere Auswärtsspiel bei der TSG Eddersheim knapp mit 23:21 (11:12).

Alles in allem war es jedoch "ein schweres Stück Arbeit", das die HSG Gedern/Nidda in Hattersheim zu verrichten hatten und so konstatierte Trainer Christian Breiler auch nach der Begegnung: "Man hat im Verlauf des Spiels ganz deutlich einen gewissen Substanzverlust innerhalb der Mannschaft gespürt, der aufgrund der personellen Situation der vergangenen Wochen auch normal ist."

Dabei startete die HSG deutlich besser ins Spiel, führte nach ausgeglichenem Beginn 7:5 (9.) und hatte zahlreiche Chancen, den Vorsprung auszubauen. Doch Unkonzentriertheiten, zu hohe Risikobereitschaft und viele kleine Ungenauigkeiten führten zu "mindestens fünf bis sechs ausgelassenen Konterchancen", welche die Gastgeberinnen nutzten und das Spiel nicht nur ausgeglichen gestalteten, sondern ihrerseits beim 11:9 (25.) in Führung gingen. Besonders die Tatsache, dass die Gäste im Angriff eine zu hohe Fehlerquote aufwiesen, erleichterte der TSG Eddersheim immer wieder das eigene Konterspiel. In Unterzahl ging es beim 11:12 aus Sicht von Gedern/Nidda dann in die Pause und ihr Trainer hatte längst ausgemacht, wo der Schuh drückte: "Wir hatten es nicht in der Hand, das Tempo selber zu bestimmen, waren oft zu fahrig und inkonsequent und hatten darüber hinaus kein sonderlich gutes Rückzugverhalten." Breiler redete in der Pause Tacheles mit seinem Team. Doch dies schien die Botschaft (noch) nicht zu verstehen und so nutzte Eddersheim die Überzahl konsequent und gut zur 14:11 Führung (33.).

Jetzt erst besannen sich die Röder, Patz und Co. und kämpften sich zurück. Aus der Intuition heraus hatte Breiler Sandra Stroh für die gut haltende Sabine Otto zwischen die Pfosten beordert und diese war mit ihrer guten Leistung auch ein Garant dafür, dass ihre Farben das Spiel nun wieder knapp und ausgeglichen gestalten konnten. So dauerte es zwar bis zum 19:18 (48.), ehe Gedern/Nidda erstmals wieder in Führung gehen konnte, doch Eddersheim blieb im Spiel. Nicht zuletzt deswegen entwickelte sich ein dramatischer und spannender Schlussspurt. Die HSG markierte das 21:20 (51.) und Eddersheim glich aus "Das war eine Phase, da war alles möglich, wir hätten den Sack zu machen können, aber auch Eddersheim hätte durchaus die Partie noch einmal drehen können", analysierte Breiler. TSG-Trainer Tobias Fischer setzte nun alles auf eine Karte, beim 21:21 (55.) nahm er eine Auszeit und stellte seine Defensive um auf eine ganz offensive 4:2-Abwehr. Doch seine Spielerinnen machten nichts aus den sich bietenden Chancen und so konnte die HSG einen letztlich glücklichen 23:21-Sieg feiern.

"Das war sicher kein gutes Spiel diesmal und wir haben am Ende etwas glücklich gewonnen. Uns war von Anfang an klar, dass es hier, nicht nur aufgrund unserer personellen Situation, ein schweres Ding werden würde. Besonders im Angriff hat uns einiges gefehlt, dafür ist unserer Deckung sehr gut gelungen, das gefährliche Rückraumspiel der Gastgeberinnen einzudämmen und auch die Achse zum Kreis gut im Griff zu haben. Letztlich ist dies aber nur gelungen, weil wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser nach hinten gearbeitet haben und wir es geschafft haben, Eddersheim in den Positionsnagriff zu bekommen", so das Fazit eines nicht ganz zufriedenen, aber erleichterten Christian Breiler.

Nun gilt es, am kommenden Wochenende im nächsten Topspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen zu Hause einen guten Jahresabschluss zu schaffen und die Wintermeisterschaft mit ins neue Jahr zu nehmen.

TSG Eddersheim: Brennigke, Hildebrandt; Johnson (2), Stengelin (2), Westphal (8/4), Bauer (2), Jost (1), Elter(2), Krekel (2), Büttner, Linder, Feick (1).

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Otto; Patz (9/4), Pfaff (6/2), Eberhardt, Röder (1), Hess (2), Uebel, Kohler, Thiele, Egerer (5), Eisenacher.

Zeitstrafen: 4:8 Minuten: Eddersheim (Krekel, Westhal) - HSG Gedern/Nidda (Egerer 2, Pfaff, Eberhardt)

Siebenmeter: 5/4 - 7/6

Schiedsrichter: Fuchs/Hass (Haibach/Sulzbach) - Zuschauer: 150.

Zuletzt geändert am: 08.12.2011 um 19:33

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