HSG Gedern/Nidda besiegelt Oberlahn-Schicksal
(fs). Am letzten Spieltag der Handball-Bezirksliga A Gießen haben die Männer der HSG Gedern/Nidda mit einem 35:30-Sieg bei der HSG Oberlahn den Derbyrivalen TV Gettenau doch noch vom fünften Tabellenplatz verdrängt. "Ein versöhnliches Ende einer sportlich doch recht verkorksten Saison", meinte HSG-Männerwart Martin Schindler.
Die Formation aus Gedern und Nidda war vor der Runde als Meisterkandidat gehandelt worden, konnte aber zu keinem Zeitpunkt ins Aufstiegsrennen eingreifen.
Die Gäste aus der Wetterau trafen auf einen motivierten Gegner, der mit einem Sieg den drohenden Abstieg in die Bezirksliga B abwenden wollte. Dementsprechend kämpferisch trat die HSG Oberlahn zunächst auf. Gegen starke Schützen aus dem Rückraum fand die HSG Gedern/Nidda zunächst keim Rezept. Die Gäste agierten nicht wachsam und liefen im gesamten ersten Abschnitt der Musik hinterher. Folgerichtig durfte die HSG Oberlahn beim 17:13-Pausenstand vom Klassenerhalt träumen. HSG-Coach Thomas Grimm stellte in seinem letzten Spiel in der Halbzeit die Defensive seines Teams um. Mit Erfolg, denn in der 41. Minute stellte die HSG beim 20:18-Zwischenstand erstmals den Kontakt her. Kurz darauf stand es 24:24, und das Spiel war endgültig offen. Nach dem 27:27 warfen die Gäste zwei Tore in Folge. Vier Minuten vor dem Ende lag Oberlahn 29:31 und setzte risikoreich alles auf eine Karte. Das hektische Anrennen führte zu Fehlern, die von der HSG eiskalt ausgenutzt wurden. Am Ende stand ein klarer 35:30-Sieg für die HSG Gedern/Nidda auf der Anzeigetafel, der sich über weite Strecken des Spiels nicht abzeichnete und bei den Hausherren für lange Gesichter sorgte, denn die HSG Oberlahn muss in die B-Liga absteigen. Die HSG Gedern/Nidda möchte in der kommenden Runde wieder besser abschneiden. Offen ist derzeit noch, wer Nachfolger von Trainer Thomas Grimm wird, der wie berichtet bei der MSG Bleichenbach/Büdingen als Coach anheuern wird. Wie Martin Schindler berichtete, laufen derzeit die Gespräche mit möglichen Grimm-Nachfolgern. Mit einer Entscheidung sei in Kürze zu rechnen.
HSG Gedern/Nidda: Weber; Guichard (6/2), Wächter, D. Müller (4/2), C. Haas (9/2), Trawiel (1), Schindler (4), J. Müller, Andreas Haas (1), Lambmann (9).
Quelle: Kreis-Anzeiger (27.04.2010)
Zuletzt geändert am: 27.04.2010 um 07:31







