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Hessen-Tournee wird fortgesetzt

HSG Gedern/Nidda spielt zum dritten Mal in Folge auswärts - Gegner TSG Eddersheim nutzt Potenzial

Gedern/Nidda (ebi). Eine weitere spielfreie Woche ist vorbei und nun heißt es für die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda, schnell den Hebel wieder umzulegen. Nach dem grandiosen Erfolg vor zwei Wochen in Böddiger nämlich wartet erneut eine schwere, die dritte Auswärtsaufgabe in Folge auf das Oberliga-Team.

Heute um 18.45 Uhr sind die Röder, Patz und Co. zu Gast in Hattersheim bei der TSG Eddersheim. Die Südhessinnen, auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Wiesbaden beheimatet, hatten zum Rundenbeginn einen personellen Aderlass zu verzeichnen und galten daher eher als ein Team für die unteren Tabellenregionen. „Man kann sicher bei der TSG von einer kleinen Überraschungsmannschaft sprechen“, findet HSG-Trainer Christian Breiler. Mit 8:6 Zählern, dem Sieg gegen Siedelsbrunn und dem Coup in Altenhaßlau machte Eddersheim von sich reden. Neun Ausfälle oder Abgänge hatte Tobi Fischer zu Rundenbeginn zu verkraften, was die Leistung und Ausgeglichenheit der Eddersheimerinnen unterstreicht. „Die treten absolut als Mannschaft auf, sind im linken Rückraum wurfgewaltig und praktizieren ein gutes Zusammenspiel mit der Kreisläuferin“, sagt Breiler, dem entsprechendes Videomaterial vorliegt.

Besonders die erfahrene und aus Regionalligazeiten in Nidda gut bekannte Jacky Johnson strahlt immer wieder immense Gefahr aus: „Sie deckt auf der Spitze einer sehr beweglichen offensiven Abwehr, da muss man sehr gut aufpassen“, hat Breiler schon seit zwei Woche im Training die Auslösehandlungen gegen solche Deckungsvarianten in den Fokus gerückt. Aber auch die agile und technisch versierte Elena Stengelin oder Jeanette Westphal (ehemals Lohrenz) sind Antreiberinnen im Spiel der TSG. Zuletzt musste sich Eddersheim zwar in Böddiger beugen, aber auch dort bewies das Team von Tobias Fischer Stärke. „Eddersheim hat dort sehr lange mitgehalten, der Sieg von Böddiger war nicht deutlich und hat sich erst in den letzten zehn Minuten ergeben“, rekapituliert Breiler.

Dass die Gegner der HSG Gedern/Nidda besonders motiviert sind, wenn es gegen den derzeitigen Tabellenführer geht, dessen sind sich die Wetterauerinnen bewusst, die aber ihre Linie beibehalten wollen. Der Trainer: „Wir schauen auf uns, denken von Spiel zu Spiel und haben noch zwei ganz schwere Aufgaben vor der Winterpause. Natürlich nehmen wir die Ergebnisse der anderen wahr und zur Kenntnis, aber das belastet uns nicht so. Unser Ziel ist klar definiert und wenn wir im Winter eine ähnliche Ausgangssituation haben wie im Moment, dann kann man sich über eine Neuausrichtung Gedanken machen.“

Gedanken macht Breiler sich auch über die Personalsituation. „Die Trainingswoche war nicht sonderlich gut. Steffi Thiele ist krank, das wird sich kurz vor dem Spiel entscheiden. Nadin Patz war angeschlagen, wird aber spielen. Anika Egerer hat mal wieder Probleme mit der Schulter, beißt sich aber durch und Tine Röder war die gesamte Woche beruflich verhindert.“ So bleibt der HSG die Hoffnung, dass die Welle der Euphorie aus dem Sieg in Böddiger das Team bis in die Winterpause trägt.

Quelle: Kreis Anzeiger

Zuletzt geändert am: 06.12.2011 um 20:00

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