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Gedern/Nidda II um Früchte solider Arbeit gebracht

Aufholjagd wird von Dusel-Tor zunichte gemacht -  HSG hadert mit Schiedsrichter

(ebi). Mit dem 18:19 (9:13) gegen den WSV Oppershofen bleiben die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda II weiter ohne Punkt und Sieg. Dabei waren sie dichter am Punktgewinn als bisher in dieser Spielzeit. Entsprechend enttäuscht und frustriert war Tobias Lambmann nach der Partie. "Wir haben die zweite Phase in der ersten Hälfte etwas unachtsam agiert und in der zweiten Hälfte sind wir vom Spielleiter nicht bevorteilt worden", sah der Coach, wie seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit den Gegner dominierte und dieser systematisch das Tempo verschleppte. "Oppershofen hat bis zu vier Minuten im Angriff gespielt, wir haben gut und fair verteidigt, aber der Referee hat nicht einmal passives Warnzeichen gegeben", haderte Lambmann mit dem Unparteiischen.

Dabei fing die Partie zerfahren aber ausgeglichen an. Bis zum 6:6 (11.) vermochte sich kein Team abzusetzen und besonders im Angriff taten sich die Appel, Benz und Co. schwer gegen die praktizierte, offene Manndeckung des WSV. Als sich die Wetterauerinnen darauf eingestellt hatten und sich mit guten Zweikämpfen und Doppelpässen in Szene zu setzen vermochten, scheiterten sie einmal mehr an ihrem mangelnden Abschluss. Sowohl freie Gelegenheiten als auch Strafwürfe ließ die HSG ungenutzt und sah sich dadurch zur Pause bereits mit 9:13 im Hintertreffen. Doch in der zweiten Hälfte zeigte Gedern/Nidda ein völlig anderes Gesicht. Gestützt auf die ordnende Hand einer Katja Eberhardt in der Deckung und die geschickte Regie von Helena Appel im Angriff dominierte die HSG nun den Gegner. Doch dieser hatte wohl in Halbzeit eins zuviel Kraft gelassen und verringerte zunehmend das Tempo und den Druck. Nach dem 10:16 (35.) starteten die Wetterauerinnen durch und schafften den 17:17 Ausgleich (54.). "Wir hätten in dieser Phase auch in Führung gehen können, besser müssen. Oppershofen hat jeweils vier Minuten Angriffe gespielt, ohne dass etwas passiert ist, das war schon sehr bitter und unverständlich", fühlten sich die Lambmann-Schützlinge zudem verschaukelt, weil ihnen beim 18:18 (56.) ein vermeintlicher Strafwurf verwehrt wurde.

Im Gegenzug schaffte Oppershofen mit einem glücklichen Treffer von der Außenbahn den mehr als glücklichen 19:18 Sieg. "Wir hatten heute mindestens einen Punkt verdient. In der Deckung haben wir sehr diszipliniert gearbeitet und auch fair und sind dafür nicht belohnt worden", so das Fazit des HSG-Coaches, der einmal mehr mit seinen Spielerinnen mit leeren Händen nach Hause fahren musste.


WSV Oppershofen: Heller, Bachenheimer; Lang (3), Weil (1), Richber, Bayer (2), Eiser (5/1), Heller (2), Mosch, Grohmann (1), Hobler (3), Witzenberger (1), Kißler, Exner (1).

HSG Gedern/Nidda II: Stroh; Link (1), N.Appel, H.Appel (6/1), Grauling, Schnarr (2), Tennant, Stauch (5), K.Appel, Eberhardt (4/1).

Zeitstrafen: 4:0 Minuten; Siebenmeter: 1/1:5/2.

Schiedsrichter: Kirchler (Butzbach-Degerfeld); Zuschauer: 20.

Quelle:Kreis-Anzeiger (30.11.09)

Zuletzt geändert am: 30.11.2009 um 14:02

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