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Gedern/Nidda gibt in 2011 keinen einzigen Heimpunkt ab

Denkwürdiger Jahresabschluss gegen einen weiteren Titelanwärter – „Das ist schon was“

Gedern/Nidda (ebi). Geschafft! Mit einem souveränen und auch in dieser Höhe verdienten 33:24 (19:10)-Heimsieg im Spitzenspiel der Handball-Oberliga der Frauen über die HSG Dutenhofen/Müncholzhausen ist die HSG Gedern/Nidda als Aufsteiger nicht nur „Herbstmeister“, sondern hat nach dieser Demonstration der Stärke nun auch seit einem Jahr zu Hause keinen Punkt abgegeben.

Trainer Christian Breiler war noch lange nach dem Spiel voll des Lobes: „Es war eine richtig starke und gute Begegnung. Unsere Deckungsleistung hat die guten Begegnungen in Böddiger und Eddersheim noch getoppt. Ein großes Lob an die gesamte Mannschaft, alle haben hervorragend gespielt und insbesondere die angeschlagenen Spielerinnen haben die Zähne zusammen gebissen.“

HSG Gedern/Nidda –HSG Dutenhofen/Münchholzh. 33:24

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut. Denn nachdem viele seiner Spielerinnen schon seit einigen Wochen angeschlagen sind, musste Steffi Thiele mit der Diagnose Mittelohrentzündung am Freitag passen. Doch die Wetterauerinnen schienen die Vorgaben umsetzen zu können. Ob es das Bewusstsein darüber war, dass vor zwei Jahren die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mit ihrem Sieg gegen die HSG diese in die Landesliga absteigen ließ, oder aber die Motivation, ein Jahr ohne Niederlage vor eigenem Publikum zu bleiben, den Ausschlag gegeben hat, das bleibt wohl unergründet. Fest steht, die HSG mausert sich von Woche zu Woche zu dem Meisterschaftskandidaten der Oberliga.

Von Beginn an dominierte die Defensivreihe der Heim-HSG das Geschehen. „Wir haben den Rückraum und die Achse zum Kreis hervorragend in den Griff bekommen. Was dann noch zum Tor kam, war sichere Beute der Torleute und hat uns einige Konter ermöglicht“, sahen Breiler und die Zuschauer eine temporeiche Partie. Nach dem 4:1 (5.) kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, doch der 5:6 (8.)-Zwischenstand aus Sicht der Wetzlarerinnen war nur von kurzer Dauer. Angetrieben von der starken Defensive erhöhten die Wetterauerinnen über 15:10 (24.) auf 19:10 zur Pause. Grund dafür war neben dem guten Deckungsspiel die erkennbare Struktur im Angriff. „Wir waren gut vorbereitet, haben unser Auslösehandlungen gegen deren 3:2:1-Deckung immer wieder konzentriert gespielt“, befand Breiler. „Einige Chancen haben wir dabei sicher liegen lassen, aber das haben wir in der Abwehr und im Konter wieder ausgeglichen“, nannte er die Gründe für die deutliche Führung zur Halbzeit.

Und auch nach der Pause blieben die Wetterauerinnen sprichwörtlich am Ball und ließen den Gästen kaum eine Chance. Beim 27:15 (45.) war die Entscheidung über den Sieg längst gefallen und nur die Frage der Höhe sollte noch zu klären sein. Eine Deckungsumstellung der Gäste brachte wenig, die nun defensiv ausgerichtete Reihe nutzte auf Seiten der HSG Gedern/Nidda die gut aufgelegte Katja Eber-hardt aus dem Rückraum mit herrlichen Distanztreffern. Auch der letzte Versuch der Lahnstädterinnen, mit Sonderbewachung gegen Christine Röder zu agieren, verpuffte in seiner Wirkung rasch. Beim 31:19 gut acht Minuten vor dem Ende, war die Partie gelaufen und während die Wetterauerinnen, im Gefühl des sicheren Sieges, die Zügel etwas lockerer ließen, kam der Gast noch zu einigen Treffern der Kategorie „Ergebniskosmetik“. Doch dies tat dem Jubel und der Freude bei den Gastgeberinnen keinen Abbruch. „Ein Jahr ohne Heimniederlage und Punktverlust vor eigenem Publikum, das ist schon was. Die Mädels haben ein sensationelles Jahr hinter sich gebracht, dafür gebührt allen hier ein großes Lob. Jetzt haben wir uns eine Pause verdient und werden kurz durchschnaufen und unsere Blessuren pflegen“, war Breiler zwar in vorweihnachtlicher Laune, insgeheim allerdings stehen sicher die nächsten Einheiten bereits fest, damit auch im kommenden Jahr in Gedern und Nidda kräftig gejubelt gefeiert werden kann.

HSG Gedern/Nidda: Stroh, Otto; Patz (5), Pfaff (8), Eberhardt (5), Röder (4), Hess (6/5), Uebel (2), Kohler (1), K.Appel (1/1), Egerer (1), Eisenacher, Berit Thun, Schnarr.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Mühlhans, Weller; Camdzic, Bender (1), Schmidt (1), Nowak (2), Oestreich (2), Ruppel (1), Blasig (1), Schäfer (8/7), Kraft (4), Müller (4).

Zeitstrafen: 8:8 Minuten: Gedern/Nidda (Patz, Röder, Kohler, Hess) – Dutenhofen (Nowak 2, Oestreich, Müller) – Siebenmeter: 7/6 – 7/7. – Schiedsrichter: Schminke/Zecher (Egelsbach) – Zuschauer: 150.

Quelle: Kreis Anzeiger 12.12.2011

Zuletzt geändert am: 12.12.2011 um 23:53

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