1. Frauen | Gedern/Nidda erleidet vermeidbaren Rückschlag
Datum: 17.11.2008 | Autor: Claudia Pfaff|
Mit Jugendspielern ergänzter TV Hüttenberg überläuft die HSG im Endspurt |
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Andreas KlotzHÜTTENBERG. Während die einen voller Freude aufeinander zu liefen, stand den anderen der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Wie so oft in den vergangenen Begegnungen gab es auch dieses Mal nichts zu holen für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda beim Gastspiel in Hüttenberg. Sie mussten sich mit 24:26 (13:12) knapp geschlagen geben. Von Beginn an taten sich die Wetterauerinnen schwer gegen den ums sportliche Überleben kämpfenden TVH, besonders die
TV Hüttenberg - HSG Gedern/Nidda 26:24 Deckung hatte ihre Probleme. Rainer Pfaff musste auf die frisch operierte Sandra Mücke, auf Berit Thun sowie Larissa Kuncz (beide beruflich) verzichten. Peter Küster, Coach der Hüttenberger, hatte fürs Tor die beiden A-Jugendlichen Größer und Völker nominiert, ebenso aus der A-Jugend rückte Sarah Taylor nach, die "ihre Sache sehr gut machte", so Küster. Im ersten Durchgang setzten sich beide Mannschaften immer mal mit ein bis zwei Treffern ab, doch postwendend war der Spielstand egalisiert oder gedreht. So gingen die beiden Teams auch mit einem knappen 13:12 für Gedern/Nidda in die Halbzeit. "Wir haben es nur schwer geschafft, das Zusammenspiel mit Nadin Patz am Kreis zu unterbinden", wusste Hüttenbergs Trainer Küster zwar den Grund für den knappen Rückstand, konnte sich aber zufrieden wähnen, dass der Rest der HSG-Truppe durch seine Defensive und Torleute gut in Schach gehalten wurden. Sein Gegenüber Rainer Pfaff indes hatte wenig Grund zur Freude: "Wir haben heute wieder mal das Spielen vergessen und waren scheinbar auf einem Ausflug. Irgendwie ist diese Halle ein schlechtes Omen für uns." Ein Indiz für seine Einschätzung sind sicher die vier verworfenen Strafwürfe und zahlreiche ausgelassene Chancen. Doch zunächst sollte seine Mannschaft noch einmal aufdrehen. Nach der Pause spielten die Gäste konsequenter und strukturierter. Dies drückte sich dann auch in der 22:19-Führung (46.) aus . "Wir haben in dieser Phase zu undiszipliniert agiert und uns einige Zeitstrafen eingehandelt", sah Küster die Felle seiner Mannschaft davon schwimmen. Doch Hüttenberg raffte sich auf. Anika Hermann von Rechtsaußen markierte in Überzahl den Ausgleich zum 24:24 (57.) und die HSG Gedern/Nidda wirkte verunsichert. Mit der Brechstange und den arrivierten Kräften Pfaff, Patz und Eberhardt versuchten die Gäste das Blatt noch zu wenden. Doch zu hastig und unvorbereitet vertändelten die Wetterauerinnen nach nur 20 Sekunden den Ball. Dieser fand den Weg zu Katja Schicketanz, die beinahe alleine aufs Tor von Bärbel Thun zustürmte und zur 25:24-Führung (56:40) traf. Gedern/Nidda spielte und spielte, die Schiedsrichter gaben passives Warnzeichen und kurz vor dem Pfiff nahm Pfaff eine Auszeit, instruierte seine Akteurinnen erneut. Diese versuchten auch, die Anweisungen des Trainers umzusetzen. Doch ein Schrittfehler brachte Hüttenberg in Ballbesitz. Die Gastgeberinnen wollten nun die Zeit herunterspielen und gerieten ebenfalls in Zeitspielnähe, erneut Ballbesitz für Gedern/Nidda. In der Hektik allerdings verlor die HSG erneut den Ball und die junge Sarah Taylor machte mit einem Gegenstoß zum 26:24 zwölf Sekunden vor dem Ende alles klar. "Das war, besonders nach dem Rückstand Mitte der zweiten Hälfte, ein ganz wichtiger Sieg für die Moral und ist kämpferisch sehr hoch zu bewerten. So stolz ich auch bin, dieser Sieg nutzt nur etwas, wenn wir kommende Woche gegen Nied nachlegen" so Peter Küster. "Ich bin sehr verärgert, weil wir hier wieder einmal Punkte verschenkt haben. Nach den sicher schwereren Spielen zu Beginn kommen, mit der Partie heute die Spiele, in denen wir punkten müssen, wollen wir nicht im Mittelmaß versinken. Jetzt gilt es, nächste Woche gegen Crumstadt Wiedergutmachung zu betreiben", so Rainer Pfaff. Im StenogrammTV Hüttenberg: Völker, Größer; Lüling (3), Oestreich (2), König (3), Hermann (3), Schmidt, Schicketanz (8/4), Elsmhäuser, Ulm, Ruppel (5), Taylor (2), Hoffmann, Schwarz. HSG Gedern/Nidda: Thun, Jobst; Pfaff (4), Patz (11/4), Luh, Eberhardt (4), Hess (2), Uebel, Wolf, Röder (2), Schleiter (1). Zeitstrafen: 10:10 Minuten (Pfaff, Eberhardt, Röder, Luh, Hess bei HSG). - Siebenmeter: 5/4 - 8/4. - Schiedsrichter: Gölzer/Stalev (Eddersheim). - Zuschauer: 110. |





