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Autsch! Abstieg schmerzhaft besiegelt

HSG Gedern/Nidda II nach bitterer Lehrstunde in Hüttenberg nicht mehr zu retten - Gastgeberinnen ziehen voll durch

(ebi). Das 10:44 (4:21) in Hüttenberg dürfte wohl auf längere Sicht das Ende der Zugehörigkeit zur Handball-Bezirksoberliga für die HSG Gedern/Nidda II eingeläutet haben. Mit dieser deftigen Auwärtsschlappe und den anderen Ergebnissen des Spieltags verabschieden sich die HSG-Handballerinnen nach dem Ende der Saison definitiv aus der höchsten Klasse des Handballbezirks.

"Wir sind so richtig unter die Räder gekommen und haben gegen eine Mannschaft verloren, die uns in allen Belangen haushoch, ein bis zwei Klassen überlegen waren", konstatierte Tobias Lambmann nach der bitteren Niederlage in Hüttenberg. Von Beginn an zeigte sich einmal mehr, wie schwer die Bürde dieser jungen, unerfahrenen und körperlich unterlegenen Mannschaft wiegt. Hüttenberg zeigte sich gut eingestellt und agierte extrem defensiv in der Deckung, den eigenen Größenvorteil ausnutzend. Die Wetterauerinnen agierten ideenlos und mit vielen technischen Unzulänglichkeiten, sowie vielen unvorbereiteten Aktionen. Der TVH, im Stile einer Spitzenmannschaft, nutzte dies eiskalt und führte schnell dank vieler konsequent genutzter Gegenstöße mit 8:1 (10.). Selbst wenn es den Gästen einmal gelang, ein gutes Rückzugverhalten zu praktizieren, zeigten sich die Gastgeberinnen clever und erspielten sich mit druckvollem Passspiel trotzdem die Torchance. Das Lambmann-Team sah sich beim 4:16 (20.) bereits einsam auf der Verliererstraße. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte blieben die Gäste gänzlich ohne Tor und mit hängenden Köpfen ging es mit 4:21 in die Kabine. "Das Ziel für zweite Halbzeit war eindeutig: Wir wollten, so gut es eben geht, Schadensbegrenzung betreiben und erreichen, dass wir mit erhobenen Hauptes wieder nach Hause fahren können", sagte Lambmann, der jedoch mit ansehen musste, wie genau dies schief ging. Der Rückstand und die Art und Weise der Hüttenberger Dominanz hatte das Selbstvertrauen der jungen Wetterauerinnen völlig aufgelöst. Während der TVH nur kurze Zeit benötigte, um wieder in Tritt zu kommen, ließen die HSG´lerinnen jegliches Aufbäumen vermissen. Über 25:5 (37.) schraubten die Gastgeberinnen das Ergebnis auf 35:7 (52.). Hängenden Hauptes ergab sich die HSG Gedern/Nidda II ihrem Schicksal und ließ den TV Hüttenberg gewähren. "Wir haben wieder einmal Lehrgeld bezahlt mit unserer sehr jungen Mannschaft. Das war ein Gegner, der engagiert und gut vorbereitet, konzentriert ins Spiel gegangen ist. Auch wenn ich mir eine geringere Differenz gewünscht hätte, so waren die Hüttenbergerinnen klar und deutlich überlegen und der Sieg geht absolut in Ordnung. Jetzt gilt es, zumindest die letzten drei Spiele so gut wie möglich und anständig über die Runde zu bringen", fasste der zum Rundenende scheidende HSG-Coach Tobias Lambmann zusammen, wohl wissend, dass "nun nicht mehr um den Abstieg herum geredet werden muss."


Im StenogrammTV Hüttenberg: Spengler; Köth (4), Müller, Geißler (6), Bach (8), A. Spengler, Klein (4), Schieferstein, Langenbach (4), Muster (7/4), Jung, Timmermann (11).

HSG Gedern/Nidda II: Schrempf; Stroh; Dous M., N.Appel (1), H.Appel (3), K.Appel (2), Grauling (3/1), Tennant, Mehring, Gouissoma, Benz (1), Böning.

SR: Pribbernow (TSG Reiskirchen). - Z: 50. - Zeitstrafen: 0:8 Min. (Tennant 2, H. Appel, Gouissoma). - 7m: 6/4 - 6/1.

Quelle: Kreis-Anzeiger (29.03.10)

Zuletzt geändert am: 29.03.2010 um 11:45

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