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Aufsteigerinnen treffen aufs Establishment

Oberliga: Gedern/Nidda vor zweitem Heimspiel ebenso wie Altenhaßlau ungeschlagen

(ebi/mez). Das Tabellenbild spricht eigentlich für sich: In der Frauenhandball-Oberliga spielt heute der Erste gegen den Zweiten. Die Partie der HSG Gedern/Nidda gegen den TV Altenhaßlau (17.30 Uhr, Gymnasiumhalle Nidda) verspricht viel.

Einen Fehlstart vermeiden und möglichst schnell in der Liga ankommen, das war das Ziel der Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda nach dem souveränen Wiederaufstieg in die Handball-Oberliga. Nun, zum dritten Spiel der Wetterauerinnen, ist dieses Ziel eigentlich schon erreicht. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ist die Begegnung gegen das Team aus dem Main-Kinzig-Kreis der Hit des Spieltages.

Doch Christian Breiler relativiert: „Also am dritten Spieltag der Saison von Spitzenspiel zu sprechen, halte ich für etwas früh. Natürlich bietet die Tabelle diese Argumentation, wenn der Erste gegen den Zweiten spielt, dann ist das schon ein besonderes Spiel.“ Doch der HSG-Trainer weiß auch die bisherige Statistik beider Teams zu bewerten. „Unsere Siege waren wichtig und ich bin sehr zufrieden, aber man muss auch sehen, dass es beides Teams waren, die nun mit 0:4 im Keller der Tabelle stehen.“ Den Gast allerdings sieht er da bereits etwas weiter „Die Siege gegen den Mitfavoriten Dutenhofen und in Baunatal sind schon höher zu bewerten“, sieht sich Breiler mit seinem Team in der Außenseiterrolle.

Doch es ist nicht nur die unterschiedliche Einordnung der Siege, auch die Individualität des TV Altenhaßlau scheint zu beeindrucken. Bereits in der vergangenen Saison stellte der damalige Neuling ein bärenstarkes Team, welches ohne den letztjährigen Punktabzug bereits den Vizetitel hätte inne haben müssen. Nun hat sich Altenhaßlau noch einmal verstärkt und mit Carmen Floroiu und Johanna Schmidt sehr viel Qualität hinzugewonnen. Zwar konnte Schmidt bisher noch nicht ihre volle Leistung zeigen, aber es deutete sich an, welches Potenzial schlummert. Besonders respektvoll allerdings spricht der HSG-Coach von Caroline Konietzny im rechten Rückraum. „Sie ist schon sehr stark, hat alles an Variationen drauf und kann aus allen Situationen heraus Gefahr verbreiten.“ Auch Anita Milos und Andrea Kunze können auf Zweit- und Regionalligaerfahrung zurückgreifen. „Man muss einfach sagen, dass die Altenhaßlauer auf allen Positionen sehr gut besetzt sind. Ich sehe uns als Außenseiter, aber wir freuen uns natürlich auf dieses Spiel, wollen insbesondere zu Hause für unsere Fans kämpfen und alles geben“, sagt Breiler. Damit dies auch gelingt gilt es für den Trainer, besonders die Kreise im Rückraum der Gäste, besonders auf der rechten Seite einzuengen und auch im Angriff konzentriert und geduldig zu agieren. „Natürlich wollen wir auch wieder, wenn wir in der Abwehr gut stehen, mit Tempospiel viel Druck erzeugen“, lässt sich Breiler nur bedingt in die taktischen Karten gucken. Die Ausgangslage sei gut und auch die Rolle als Außenseiter „ist ja manchmal gar nicht so schlecht“, ist dem Sportwissenschaftler durchaus bewusst, dass der gute Start dem Selbstvertrauen seiner Mannschaft gut getan hat und ein wichtiger Pluspunkt werden könnte. Zudem ist den Verantwortlichen der HSG bewusst: „Der Start mit zwei Siegen macht es natürlich schon etwas einfacher für den weiteren Verlauf in der Saison.“

Altenhaßlaus Trainer Louis Rack sagt: „Gedern/Nidda ist kein typischer Aufsteiger und zu dem noch stark besetzt. Jetzt können wir unsere Leistung zeigen und uns behaupten.“

Quelle: Kreis-Anzeiger (08.10.2011)

Zuletzt geändert am: 08.10.2011 um 15:57

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