2. Frauen | Abwehr hui, Aufbau pfui
Datum: 23.02.2010 | Autor: Tobias LambmannHSG Gedern/Nidda II besser als im Hinspiel, aber Team will gegen Aufsteiger zu viel
Andreas Klotz. Erneut mit leeren Händen stehen die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda nach dem Bezirksoberliga-Heimspiel gegen Aufsteiger TuS Waldernbach da. Mit 19:27 (10:16) ging die Partie verloren.
Konzentriert und engagiert begann das Team von Tobias Lambmann in der Deckung, doch die Gäste fanden ein ums andere Mal die Lücke an den Kreis oder ins von Ina Schrempf gehütete Gehäuse. 2:6 hieß es nach elf Minuten. Doch die HSG II berappelte sich und verkürzte auf 5:8 (15.). Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Lambmann: "Wir haben anfänglich besonders mit Valerie Beck im linken Rückraum Probleme gehabt. Mit zunehmender Spieldauer hat sich unsere Deckung aber immer besser präsentiert." Einige Probleme hatte die HSG-Abwehr mit der agilen Kreisläuferin Leuninger, die es auf sieben Treffer brachte. Doch wie so oft war es die Aufbaureihe, welche die gute Arbeit kaputt machte, so wie vor der Pause. Gedern/Nidda hatte auf 6:10 verkürzt (28.) doch wollten die Appel und Co. zu viel und sahen sich zur Pause mit 10:16 im Hintertreffen.
Auch in Durchgang zwei ähnelten sich die Bilder und die Gäste aus Waldernbach kamen immer wieder zu leichten Toren in der ersten und zweiten Welle. Immer dann, wenn es die HSG schaffte, mit einem Konzept den Angriff zu starten, wurde es brenzlig für die Gästedeckung. "Leider spielen wir einfach viel zu selten konzeptionell. Anstatt dies zu tun und dabei in die Tiefe zu stoßen, spielen wir quer und zuviel eins gegen eins", ärgerte sich Lambmann über die vielen Kleinigkeiten. Bis zum 16:22 (47.) konnten die Wetterauerinnen den Abstand bei sechs Toren Differenz halten, dann "hat die Kraft etwas nachgelassen, was eigentlich schade ist, denn wir hatten genug Personal zum Wechseln" trauerte der HSG-Trainer den zeitweisen, verletzungsbedingten Ausfällen von Mareike Dous und Anabel Link nach. In den Schlussminuten wusste auf HSG-Seite besonders Corinna Grauling zu gefallen und markierte vier der letzten fünf Treffer zum 19:27. "Es war eine deutliche Verbesserung zum Hinspiel, das stimmt mich positiv. Mit der Deckung bin ich heute wirklich sehr zufrieden, der Angriff war einmal mehr sehr bescheiden", so das Fazit von Lambmann.
HSG Gedern/Nidda II: Stroh, Schrempf; Appel N. (4), Dous M., Dous S., Appel H. (1), Link (1), Gouissoma (1), Grauling (7/3), Appel K. (1), Tennent, Benz (4).
TuS Waldernbach: Dahm, Sartison; S. Schermuly (3), C.Beck (1), V. Beck (10/2), E. Beck (2/2), Leuninger (7), Eule (1), Held, Reif (1), Eisenkopf (2), S.Beck.
Zeitstrafen: 2:0 Minuten. - Siebenmeter: 1/1 - 4/4. - Zuschauer: 60.
Quelle: Kreis-Anzeiger (22.02.10)
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