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weibliche A-Jugend | „Junges Team kann wachsen“

Datum: 18.06.2010 | Autor: Tobias Lambmann
Angehender Lehrer Sascha Präger trainiert weibliche A-Jugend der HSG Gedern/Nidda in der Oberliga


Nidda. Die Handballspielgemeinschaft Gedern/Nidda präsentiert den nächsten neuen Trainer: Der 26-jährige Sascha Präger leitet künftig die weibliche A-Jugend, die sich jüngst in mehreren Durchgängen für die Teilnahme an der Oberliga-Runde qualifiziert hat. Er tritt die Nachfolge des bisher sehr erfolgreichen Uwe Schulz an, der aus privaten Gründen aufhört.

Präger wohnt in Wölfersheim, studiert in Gießen und wirkte handballerisch zuletzt an mehreren Stellen. Beim TSV Griedel spielte er in der 2. Männermannschaft in der Bezirksliga B Süd Gießen und coachte im Verein mehrere Jugendteams. Außerdem betätigt er sich im Bezirk Gießen als Auswahltrainer der männlichen Jugend der Jahrgänge 1997/98.

Als aktiver Handballer bevorzugt er die Außen-Positionen, und da er mit beiden Händen etwas mit dem Ball anfangen kann, ist er sowohl rechts als auch links einsetzbar. Ein Vorteil, in dessen Genuss künftig auch die Männermannschaft der HSG Gedern/Nidda kommen kann, denn Sascha Präger wird sich nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler dem Verein anschließen.

„Wir hatten ein Auswahltraining in Hüttenberg und da wurde ich von Thomas Wallendorf angesprochen“, schildert Präger die Kontaktaufnahme. Wallendorf wurde kürzlich als neuer Trainer der HSG-Landesligahandballerinnen vorgestellt, er wohnt in Hüttenberg.

Nach einem ersten Gespräch mit Gedern/Niddas Martin Schindler, der sich zuletzt verstärkt als eine Art Trainer-Scout für die HSG engagierte, verfolgte der Kandidat, wie sich die weibliche A-Jugend in der Qualifikation für die neue Saison bewährte. Die Hürde Regionalliga erwies sich als zu hoch, für die Oberliga reichten dann Kraft und Fertigkeiten. Dort findet Präger seine neuen Schützlinge passend eingestuft: „Das Team besteht ja hauptsächlich aus dem jüngeren Jahrgang, da können wir im nächsten Jahr wachsen“

Bereits seit 1. Juni bereiten sich die A-Jugend-Handballerinnen und ihr neuer sportlich Verantwortlicher auf die neue Saison vor, unterstützt von Erstmannschaftsspielerin Christine Röder, die schon in der vergangenen Runde als Betreuerin mitwirkte. In einer ersten Etappe bis zu den Sommerferien stehen Bereiche wie Tempohandball und Spritzigkeit im Vordergrund, danach wird das Hauptaugenmerk auf Abwehrarbeit, dort entstehende Ballgewinne und daraus resultierende Angriffe gelegt.

Sascha Präger geht dabei auch den ein oder anderen neuen Weg. Über seine Vorstellungen informierte er kürzlich auch die Eltern der Spielerinnen. Und Verletzungen sind aus seiner Sicht keine Phasen völliger Inaktivität. „Wir haben zurzeit vier Spielerinnen, die sich in der Qualifikation verschiedene Bänderblessuren zugezogen haben. Aber alle trainieren in irgendeiner Form mit.“ Es handelt sich um Lena Prenger, Jana Holler, Jessica Schmeißer und Annabell Link, die mit einem Kreuzbandriss am schwerwiegendsten verletzt ist. Sie alle bekommen unter dem Stichwort „Differenziertes Training“ unterschiedlichste Aufgaben, den Muskelaufbau oder die Koordination betreffend. „Zuletzt haben wir auch einmal Stacking gemacht“, gibt Präger ein Beispiel. Bei dem Trend-Spiel gilt es, Kunststoffbecher möglichst schnell pyramiden-förmig zu stapeln.

Den Umgang mit Kindern und Jugendlichen lernt Sascha Präger auch beruflich - er studiert an der Gießener Justus-Liebig-Universität Grundschullehramt in den Fächern Mathematik, Deutsch, Sport und Musik und wird voraussichtlich Anfang 2011 sein Referendariat antreten.

Quelle: Kreis-Anzeiger (18.06.10)

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